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URSACHENFORSCHUNG
Oftmals steht man als Sachverständiger vor Trümmern und soll
feststellen, was die Ursache für eine vorangegangene Katastrophe,
für ein dynamisches, zerstörerisches Geschehen war.

Die Frage nach dem "Warum und Wie" ist nicht nur eine Sache
der Kriminalistik oder der Feststellung von Schuld oder Unschuld.
Das Wissen, warum etwas passiert ist, fließt in die Planung zukünftiger
Präventionsmaßnahmen ein. Die Simulation vollzieht sich im
Rückwärtsgang. Vom Endzustand wird unter Einsatz wohlausgewählter
Anfangs- und Randbedingungen auf den Ausgang der Katastrophe rückgerechnet.
Die dynamische zeitlich abhängige physikalische Simulation beschreibt
nicht nur den Weg der Gesteinsmassen in der Zeit, sondern auch den Druck,
der am Hindernis der Brücke entstanden ist.
Dieser Druck ist es, dem künftige Brücken standhalten können
müssen. Nur so kann verhindert werden, was im Jahre 1995 nach dem
Abgang der Masonbachmure im Arlberggebiet geschehen ist.
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